Welche Gefahrenpotentiale bestehen im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie?

Die Digitalisierung kommt und ist auch schon da. Eine Anpassung an die technologischen Rahmenbedingungen sind für alle Organisationen ein absolutes Muss. Welche Gefahren im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie allerdings dabei lauern, darüber berichten wir in diesem Beitrag. 

Die unaufhaltbare, digitale Transformation 

Die digitale Transformation ist in vollem Gange. Die Industrie, der Dienstleistungssektor aber auch NGOs und die öffentliche Verwaltung setzen vehement auf die Chancen, die die Digitalisierung bietet. Dabei ist eine Digitalisierung eines Unternehmens kein Projekt weniger Monate: vielmehr ist es ein stetiger Veränderungsprozess, weil sich die Technik aber auch die Organisation fortwährend weiterentwickeln.

Probleme bei der Digitalisierung

Die Restrukturierung der Prozesse auf eine digitale Schiene ist aber kein gerader, einfacher Weg. Die Fachblätter sind voll davon: die Infrastruktur der Datenleitungen ist nicht ausreichend, die Digitalkompetenz der Beschäftigten im Unternehmen ist mangelhaft, der Schutz der Daten eine oft beängstigende Unbekannte. Dazu kommen noch Fragen der Datensicherheit gegen Manipulation und Verlust, der weiterhin starke Mangel an IT-Fachkräften als auch fehlende finanzielle Mittel für den Umstieg. Das Fehlen adäquater Lösungen am Markt bildet hier nur die Spitze des Eisbergs.

Dennoch bietet die digitale Transformation derart viel Potential, dass Unternehmen trotz der genannten Hürden den Sprung in ein solches Unterfangen wagen. Einfach deshalb, weil es keine Alternative gibt – der Zug fährt ab, ob mit oder ohne uns. Die Digitalisierung (“die vierte industrielle Revolution”) ist vielleicht der größte Umbruch der Zivilisationsgeschichte. Digitale Lösungen sind in der Lage, innerhalb kürzester Zeit gänzlich neue Produkte, Services, Märkte und Machtverhältnisse zu schaffen. Selbst traditionsreiche Industrien und Branchen sind vor den Veränderungen nicht sicher und können innerhalb weniger Jahre vollkommen verschwinden.

Die Gefahren der Digitalisierung

Entschließt man sich zu einem solchen (notwendigen) Schritt, sollte man auch auf potentielle Risiken achten, die ein solcher digitaler Wandel mit sich bringt:

  • Falsche Erwartungshaltung: Viele Unternehmen erwarten sich einen positiven ROI. Zurecht. Setzt man aber den Fokus auf die Technologie anstatt auf die Prozessoptimierung, wird man bei der Erreichung eines positiven Return-on-investment scheitern. Nicht die Technik steht im Vordergrund, sondern die Neuausrichtung der Prozesse. Grundlage dafür ist: betriebliches Wissensmanagement. 
  • Abwertung menschlicher Arbeitskraft: Software ist in der Lage, Aufgaben effizient und dauerhaft zu übernehmen. Viele Arbeitsschritte werden von Rechnern besser, schneller und zuverlässiger durchgeführt als vom Mensch selbst. Das sorgt in bestimmten Bereichen für eine “Herabstufung” des Produktionsfaktors “Mensch”. Das kann auch zur Personalreduktion führen und sorgt bei Mitarbeitern nicht gerade für Vertrauen. Optimalerweise entstehen neue Aufgabengebiete für Mitarbeiter, deren Verantwortungsbereiche durch Software-Einsatz entlastet werden. Denn: der Faktor “menschliche Arbeit” wird zunehmend eine rare Ressource. 
  • Stress: Veränderungen und Herausforderungen bedeuten für viele eines – Stress. Der Druck sich ständig anzupassen, auf neue Anforderungen zu reagieren, seinen Platz in neuen Prozessen zu finden und mit neuen Tools zurecht zu kommen, halten uns permanent auf Trab. Diese Belastung ist nicht unerheblich und kann zu psychischen Erkrankungen führen, wenn Stressfaktoren nicht adäquat begegnet wird. Kontinuierliches, lebenslanges Lernen und eine positive Neugierde für Neues sind eine gute Voraussetzung, diese individuelle Herausforderungen zu meistern.
  • Datenschutz: Mit der Digitalisierung entstehen riesige Datenmengen. Das sich gerade entwickelnde Internet of Things vernetzt Geräte, Rechner, Sensoren und alltägliche Gegenstände, ja sogar den Mensch selbst. Big Data ist in der Lage, unser Leben transparent darzustellen und die Privatsphäre jedes einzelnen auszuhebeln. Für Unternehmen bedeutet Datenschutz eine große Herausforderung – was die Daten ihrer Mitarbeiter betrifft, aber auch der eigenen Prozesse und Ressourcen.
  • Verwundbarkeit: Die Sicherheit von Unternehmen muss im Zuge der Digitalisierung der Welt neu definiert werden. Wenn Prozesse und Daten digital werden, dann sind sie angreifbar. Das bedeutet, dass Manipulation, Datenklau, Vernichtung von Datenbeständen, digitale Geiselhaft oder Stilllegung ganzer Standorte möglich werden. Eine gänzlich neue Branche ist dadurch entstanden: die IT Security. Sie steht im kontinuierlichen Wettlauf mit der Bedrohungslage.

In einem weiteren Beitrag zum Thema Digitalisierung berichten wir über Lösungen, wie man den Gefahren der Digitalisierung begegnen kann… 

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