Das passende KPI-Set für Non-Profits

Key Performance Indikatoren sind ein Wegweiser für das betriebliche Tun. Aber welche Indikatoren machen für meine Organisation Sinn und wie sollte eine solche Sammlung aussehen? In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen, worauf es bei einem solchen KPI-Set ankommt.

Key Performance Indikatoren – Set für Non-Profit Organisationen

Key Performance Indicators oder KPIs messen definierte Parameter eines Unternehmens und geben somit Auskunft über den aktuellen Zustand einer Organisation. Diese Kennzahlen sollten aber nicht isoliert eingesetzt werden, da ein Kennwert sehr häufig zu viel Spielraum bei der Interpretation des gemessenen Wertes ermöglicht. Vielmehr sollten KPIs als ein Netz von Messstellen betrachtet werden, die in Summe kohärente Aussagen über das Wohlbefinden einer Organisation erlauben.

Woraus sollte ein KPI-Set bestehen?

Die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele einer Organisation bilden das Fundament für ein KPI-Set. Stellen Sie sich die Auto-Armatur für den Fahrer kurz vor: alle diese Anzeigen haben einen übergeordneten Zweck: die erfolgreiche Fahrt von A nach B. Um das zu ermöglichen, werden alle wichtigen Parameter eingespielt, die die erfolgreiche Fahrt beeinflussen. Denken Sie zum Beispiel an die Geschwindigkeitsanzeige. Auch wenn manche Indikatoren (wie z.B. der Reifendruck) vom Fahrer nicht direkt beeinflusst werden können, so erlauben sie es ihm darauf adäquat zu reagieren. Manche Indikatoren warnen bei Erreichen eines Limits (Öldruck), manche erst nach dem Eintreten des Schadens (automatische Schadensmeldung per Notruf). Und manche erlauben schon frühzeitig, eine Situation nicht erst aufkommen zu lassen (z.B. Tank-Anzeige). Diese Früh- und Spätindikatoren sind für die Planung, die Durchführung wie auch die Analyse einer Fahrt notwendig. Warum der Verbrauch pro 100 Kilometer gestiegen ist, lässt sich aus der Kombination aus Tempo, Fahrweise, Reifendruck, Reifenzustand, Motoröl etc. erlären. Eine einzelner Indikator würde nur einen Hinweis erlauben, dass sich etwas verändert hat. Möchte man eine Situation gesamthaft interpretieren, sind aufeinander bezogene Indikatoren ein Muss.

Aus diesem alltäglichen Beispiel lässt sich folgern, dass ein Indikatoren-Set stets aus mehreren, aufeinander bezogenen Indikatoren bestehen soll:

  • sie müssen sich direkt oder indirekt auf das Gesamtziel beziehen
  • sie müssen untereinander eine Wechselwirkung aufweisen, und
  • diese Wechselwirkung sollte bestenfalls in einer Darstellung, welches das Geschäftsmodell repräsentiert, erläutert werden.

KPI: Wie ist das nun mit Non-Profits?

Wie bei Gewinn-orientierten Unternehmen dienen Key Performance Indikatoren

  • zum Monitoring ihrer Zielerreichung
  • zur Steuerung ihrer Maßnahmen und
  • zur Entscheidungsfindung.

Somit sollten Key Performance Indikatoren

  1. klar definiert,
  2. messbar,
  3. anpassbar,
  4. erfolgskritisch,
  5. praktisch und
  6. motivierend sein.

Und das Indikatoren-Set für Non-Profits?

Ein Indikatoren-Set für Non-Profit Organisationen beleuchtet die Bereiche:

  • Zielerreichung (zB Abgabe von Unterstützungsleistungen)
  • Wahrnehmung (zB Anzahl der Nennungen in digitalen Medien)
  • Einnahmen (zB Spende-Aufkommen)
  • Image (zB Anzahl der Likes in Social Media)
  • Kosteneffizienz (zB Kosten pro ausgelieferter Leistung)
  • Stellenwert in der Gesellschaft (zB Anzahl der geleisteten ehrenamtlichen Stunden)

Selbstverständlich können weitere Dimension hinzugezogen werden oder welche aus dieser Liste der Vorschläge entfernt werden. Fangen Sie mit wenigen Kennzahlen an und erweitern Sie diese, sobald diese etabliert und noch weiter zu interpretieren sind. 

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