Sichern von Ideen mit WBI

Ein Grund für das schriftliche Erfassen ist das Bestreben, bestimmte Gedanken und Ideen nachhaltig zu sichern. Zu Beginn scheint ein Thema logisch und nachvollziehbar, da man sich intensiv damit auseinandersetzt. Nach einiger Zeit können wichtige Punkte aber in Vergessenheit geraten. Daher ist es wichtig, die entsprechenden Überlegungen in einem Wissensdokument festzuhalten.

Durch das Erstellen des WiDoks werden die ersten Gedanken konkretisiert, und es kann später darauf aufgebaut werden. Wurde ein Problem explizit beschrieben, das aktuell nicht weiterverfolgt werden kann, so sollte es als WiDok in der Wissensdatenbank abgespeichert werden. Ideen mit Entwicklungspotenzial werden damit langfristig gesichert, gehen nicht verloren und können später erneut abgerufen werden.

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Ein Beispiel: In einem Unternehmen ist eine Produkt-App geplant. Immer wieder wird das Thema angesprochen, und es wird von Neuem überlegt, welche Rahmenbedingungen und Faktoren bei solch einem Projekt zu beachten sind. Regelmäßig entstehen neue Analysen der Mitbewerber-Apps. Das kostet viel Zeit und Energie. Abhilfe schafft hier ein WiDok, in dem der aktuelle Stand gespeichert und an dem konsequent weitergearbeitet wird. Gibt es einen neuen Zuständigen, kann er auf dem bisherigen Stand aufbauen und diesen verbessern. Das WiDok wird dadurch immer weiterentwickelt und die Idee kann reifen.

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Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Es gibt viele Herausforderungen, mit denen sich Unternehmen immer wieder beschäftigen müssen. Das Finden einer geeigneten Lösung kann oft länger dauern. Um Klarheit zu schaffen müssen Probleme häufig erst zerlegt und analysiert werden. Existiert dazu jedoch bereits ein WiDok, so muss es nur noch um das bisher fehlende Wissen ergänzt werden.

Ähnlich verhält es sich mit Projekten, in die viel Zeit investiert wurde, die aber aus diversen Gründen noch nicht realisiert werden konnten. Oft ist es anfangs noch zu früh für eine Umsetzung oder es sind temporär keine Kapazitäten frei. Hat ein Projekt momentan keine Priorität, wird aber in absehbarer Zukunft von hoher Relevanz sein, macht es Sinn die bereits getätigten Schritte in einem WiDok festzuhalten. Dadurch sind alle wichtigen Überlegungen gesichert und das Projekt kann ohne größeren Aufwand zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Für ein einheitliches Verständnis unterschiedlicher Prioritäten, finden Sie das passende WiDok in unserer Musterdatenbank.

Wenn Sie in einem Arbeitsgespräch zu einem Thema merken, dass der Zeitpunkt für das Projekt noch nicht gekommen ist, es keine Priorität hat oder derzeit keine Kapazitäten vorhanden sind, macht es Sinn, das Gespräch an diesem Punkt abzubrechen und den aktuellen Ist-Stand in einem WiDok erfassen zu lassen.

Dies ist ein Auszug aus dem Kapitel „6.4 Sichern“ des WBI Buches „Unternehmensführung mit Wissensmanagement“.

Unternehmens­führung mit Wissensmanagement

In der zweiten und erweiterten Auflage beschreibt Guntram Meusburger auf über 230 Seiten noch detaillierter, wie Wissensmanagement in der Praxis funktioniert und in jedem Unternehmen einfach integriert werden kann.

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