Was können Organisationen gegen die Probleme der Digitalisierung unternehmen?

In einem früheren Beitrag haben wir über die Gefahrenpotentiale einer Digitaliserung von Organisationen berichtet. In diesem zweiten Teil geht es vielmehr um Strategien, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können. 

Der steinige Weg zur digitalen Transformation

Im ersten Teil unserer Beiträge zur Digitalisierungsstrategie haben wir folgende Probleme hervorgehoben:

  • Falsche Erwartungshaltung gegenüber der Technik
  • Ersetzen menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen
  • Belastungen durch ständigen Veränderungsdruck
  • Der gläserne Mensch
  • Neue Bedrohungslagen durch Cyberkriminalität

Damit sich diese Gefahren der Digitalisierung in einer Organisation nicht manifestieren, ist ein frühzeitiges Gegensteuern angezeigt.

Neugierde für Neues:
Eine aufgeschlossene, offene Haltung gegenüber Veränderungen ist die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung der Digitalisierung. Aus positiver Neugierde entsteht keine Angst, sondern vielmehr der Wunsch, neue Erkenntnisse zu gewinnen und dieses Wissen für weitreichende Entscheidungen einzusetzen. Nur wenn man das Wesen dieser Veränderungen begreift, kann man auch Chancen ergreifen und das eigene Geschäftsfeld in die richtige Richtung lenken.

Digitale Strategie:
Das Ergebnis der intensiven Auseinandersetzung der Potentiale der Digitalisierung fließt in eine digitale Strategie, die die drei Dimensionen organisationalen Führens beinhaltet: den Mensch, die Organisation und die Technik. In Bereichen wie dem Marketing ist eine digitale Strategie fast schon überall sichtbar. Dies muss aber für das gesamte Unternehmen erarbeitet werden.

Change-Management:
Auf eine Digitalstrategie folgen Veränderungen, denn der Digitalisierungsprozess ist ein umfassender. Kein Bereich des Unternehmens wird davon ausgespart bleiben. Dieser Veränderungsprozess bringt Unruhe in die Organisation. Damit das Unternehmen nicht aus dem Takt gerät und Mitarbeiter mit Widerstand reagieren, ist ein “Mitnahme” aller notwendig: jeder muss verstehen, was auf dem Spiel steht und warum diese umfassenden Veränderungen notwendig werden.

Lebenslanges Lernen:
Digitalisierung ist nur möglich, wenn die IT-Kompetenzen aller Beteiligten ein der dafür notwendigen Standard erreichen. Da Veränderungen fortwährend sind und besonders die digitale Technik sehr schnelle Entwicklungszyklen aufweist, ist eine fortwährende Weiterbildung unerlässlich. Das bedingt auch die Einsicht aller Beteiligten, das Wissen und Know-how die beste Karte für eine erfolgreiche Bewältigung der künftigen Herausforderungen darstellt. Wenn sich lebenslanges Lernen an jeden einzelnen richtet, so gilt dies auch für das Unternehmen: wir nennen es betriebliches Wissensmanagement, welches versucht, bestehendes Wissen von Mitarbeitern und Teams besser in den Betriebsalltag zu integrieren.

Datensicherheit:
Die zahlreichen Türen, die sich durch die Digitalisierung plötzlich in das Innenleben von Organisationen öffnen, müssen überwacht und gesichert werden. Der Schutz der Daten wird nur durch eine gesamthafte Betrachtung adäquat möglich sein – das beinhaltet die Generierung, Verteilung und Sicherung der Daten und möglicher Bedrohungsszenarien, die nicht nur durch die Cyberkriminalität besteht.

Innovationen:
Und nicht zuletzt sind die eigenen Innovationen die beste Garantie dafür, dass auch Ihre Produkte und Leistungen in der digitalen Welt Anklang finden. Innovationen basieren auf dem Wissen ihrer Mitarbeiter und lösen Probleme. Wissen zu teilen und die Organisation möglichst flexibel gestalten, um rasch auf neue Entwicklungen zu reagieren sind zwei wichtige Zugaben, um das destruktive Potential der Digitalisierung zu einem mächtigen Verbündeten zu machen.

Lassen wir uns daher nicht von den Risiken der Digitalisierung abschrecken, sondern erschaffen wir uns eine veränderte, digitale Welt, in der unsere Werte weiterhin Platz haben.

Tipp:

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