Wissen Sie, was Sie wissen?

Wichtiges organisationales Wissen muss für den erfolgreichen Fortbestand eines Unternehmens gesichert werden. Darin sind sich viele einig. Doch welche Erfahrungen und Kenntnisse von heute werden auch morgen noch benötigt? Eine konkrete Antwort auf diese Frage mit entsprechenden Regeln fehlt meist. Das führt häufig dazu, dass vorerst alles in Ordnern oder Datenbanken gespeichert wird. Leider ist das Ergebnis am Ende genau das Gegenteil des Gewünschten. Gefunden wird zwar viel, jedoch nicht das, was benötigt wird. Daher ist es hilfreich und notwendig, sich vorab Gedanken darüber zu machen, welches Wissen in der Wissensdatenbank gesichert werden soll.

Das organisationale Wissen wird bei WBI Wissensmanagement mithilfe sogenannter Wissensgebiete klassifiziert und WBI Wissen genannt. Wissensgebiete helfen einerseits fehlendes Wissen zu erkennen und andererseits Wissensdokumente (WiDoks) zu kategorisieren. Wird z.B. ein wichtiges Wissensgebiet benannt, zu dem es jedoch noch kein WiDok gibt, wird deutlich, dass hier wertvolles Wissen noch nicht explizit gesichert ist und daher verloren gehen kann. Die Aufgabe des entsprechenden Experten muss es nun sein, ein WiDok mit dem wichtigen Wissen zu erfassen.

Gibt es im umgekehrten Fall jedoch bereits mehrere WiDoks zum gleichen Thema, ist es sinnvoll diese in einem Wissensgebiet zusammenzufassen. Das ermöglicht eine Kategorisierung der WiDoks und verbessert durch eine zusätzliche Filterfunktion die Suche.

Die Benennung der wichtigen Wissensgebiete passiert in der Praxis am häufigsten über die Prozesse. Die Frage „Welches Wissen benötigen wir dringend, um diesen Prozess erfolgreich durchzuführen?” hilft vielen bei der Identifikation erster Wissensgebiete. Stellen Sie sich persönlich die Frage, „Welches Wissen brauche ich, damit ich meine Aufgabe erfolgreich bewältigen kann? Ich brauche Wissen in/über …”. Clustern Sie Ihr Wissen in Wissensgebiete und schreiben Sie Ihr wertvolles Wissen dazu gleich in ein Wissensdokument.