Ziele formulieren muss gelernt sein

Jedes Unternehmen hat eine Vorstellung, wohin die Reise gehen soll. Mindestens genauso wichtig ist es aber, diese auch allen MitarbeiterInnen zu kommunizieren. Ungenaue Angaben wie den “Umsatz erhöhen”, “Kosten senken” oder “Investitionen tätigen” helfen dem Unternehmen nicht Ziele zu erreichen. Je detaillierter Ziele definiert sind, desto einfacher ist es für die MitarbeiterInnen diese auch anzugehen. 

Was wird unter einem Ziel verstanden?

Ein Ziel liegt in der Zukunft und bedeutet für das Unternehmen eine Veränderung zum aktuellen Stand. Es handelt sich dabei um ein angestrebtes Ergebnis eines Prozesses.  

Ziele werden auf Management-Ebene oft nicht konkret genug, sondern als Vorstellungen und Wünsche für das Unternehmen formuliert. Vision und Mission sind wichtig, um den Charakter der eigenen Tätigkeit sinnvoll einzuordnen. Für die Umsetzung in die tägliche Praxis werden aber Ziele benötigt, die konkret und messbar sind. Hier hilft SMART

Wie müssen SMART Ziele formuliert werden?

Ziele haben sowohl strategische wie operationale Bedeutung. Auf der Management-Ebene können sie Meilensteine der Strategie darstellen, auf der operationale Ebene eindeutige Gradmesser der Umsetzung. Dies ist sowohl für das Management als auch Mitarbeiter motivationsfördernd. Die ausgearbeiteten Ziele sollte daher immer für das gesamte Unternehmen transparent sein.

“S” = Spezifisch

Unter “spezifisch” wird eine genaue Beschreibung der Ziele verstanden. Es sollten keinen Verallgemeinerungen verwendet werden. Verallgemeinerungen können oftmals zu Missverständnissen führen, da jeder etwas anderes interpretiert. 

“M” = Messbar

Ziele müssen messbar sein, ansonsten ist die Zielerreichung kaum feststellbar. Konkret heißt das, dass Ziele so formuliert sein müssen, dass irgendeine Form der Vergleichbarkeit möglich sein muss. Kennzahlen sind dabei das bevorzugte Mittel. Sie sind einfach und klar und deshalb als “Richtschnur” der Zielerreichung weit verbreitet. Sie eignen sich besonders zur Orientierung.

“A” = Akzeptiert

Definierte Ziele müssen von allen Beteiligten akzeptiert werden. Die Führungs-Ebene und die MitarbeiterInnen müssen an einem Strang ziehen. Übersetzt heißt das: wir wollen alle das gleiche Ziel erreichen und stehen gemeinsam dafür ein.  

“R” = Realistisch

Ziele sollten so realistisch wie möglich formuliert werden. Zu hoch gesteckte Ziele führen dazu, dass die MitarbeiterInnen die Motivation verlieren. Nicht erreichte Ziele führen zu Enttäuschungen. Daher muss immer im Voraus abgeklärt werden, ob die vorhandenen Ressourcen für die Zielerreichung ausreichend bereitstehen. 

Die Akzeptanz und die Realität stehen in sehr enger Verbindung zueinander. 

“T” = Terminiert

Jede Zielsetzung erfordert auch ein Zeitplan. Zwischenziele bringen den Vorteil, dass MitarbeiterInnen Schritt für Schritt an das übergeordnete Ziel zusteuern. Niemand verliert sich auf dem langen Weg zum Jahresziel. Der Zeitplan hilft Ziele und Fortschritt im Auge zu behalten. Letztlich ist die zeitliche Definition von Zielen ein wesentliches Merkmal eines vergleichbaren Messwertes. 

Die Vorteile von den SMART-Zielen auf einen Blick:

  • genau definierte Ziele
  • gesteigerte Akzeptanz der MitarbeiterInnen
  • höhere Transparenz im gesamten Unternehmen
  • kontextbezogene Kommunikation
  • präzisere Planung
  • klare Aussagen durch mögliche Vergleiche

Ziele sind wichtige Elemente systematischen Arbeitens. Sie sind Horizont und Motivation, Messlatte und Meilenstein zugleich. Wissensmanagement arbeitet nicht nur mit Zielen (z.B. “Wissensziele”), es ist auch Grundlage für die Erreichung jeglicher Ziele: geplante Strategie und erlernte Umsetzung basieren auf Know-how aller Beteiligter im Unternehmen. Dieses Know-how entscheidet, wie und ob eine Organisation erfolgreich sein wird.

Tipp für den öffentlichen Sektor:

Den Zusammenhang zwischen Wissensmanagement und öffentlichen Sektor erläutern wir ausführlich auf unserer speziellen Seite für die öffentliche Verwaltung und kommunale Betriebe. 

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